Suizidversuche – Sicher verhindern

Ende Januar 2019 startete in Frankfurt am Main die Kampagne „Suizidversuche – Sicher verhindern“, im Rahmen derer dafür sensibilisiert werden soll, Patientinnen und Patienten nach einem Suizidversuch zeitnah psychiatrisch vorzustellen.

In Frankfurt geht man von etwa 90 vollendeten Suiziden pro Jahr aus, die Häufigkeit von Suizidversuchen wird auf ca. 1800/Jahr geschätzt. Basierend auf den Schätzungen der Zahl der Suizidversuche wird aber nur etwa ein Viertel der Patientinnen und Patienten mit Zustand nach Suizidversuch in einer der psychiatrischen Versorgungskliniken behandelt.

Somit wird eine wichtige Chance zur Tertiärprävention vergeben, was insbesondere aufgrund der Tatsache besorgniserregend ist, dass ein vorangegangener Suizidversuch einer der wichtigsten Risikofaktoren für einen erneuten Suizidversuch bzw. vollendeten Suizid ist und damit einen wichtigen Anlass für eine effektive Intervention darstellt.

Mit der Posterkampagne soll in den somatischen Kliniken Frankfurts (insbesondere in den Notaufnahmen und Intensivstationen), aber auch bei Notärztinnen und Notärzten sowie Einsatzkräften Aufmerksamkeit für die Problematik geschaffen werden. Begleitend bietet FraPPE  Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für alle medizinischen Berufsgruppen an.

Wenn Sie Interesse haben, das Thema Suizidprävention – durch Suizid sterben jährlich mehr Menschen als durch Verkehrsunfälle, HIV, Drogen und Gewalttaten zusammen – mit Hilfe von Postern und/oder Schulungen in Ihre Einrichtung zu tragen, wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Schlang (christiane.schlang@kgu.de) oder Frau Gebhardt (rebekka.gebhardt@kgu.de). 

  • Posterkampagne
  • Schulungsangebot für den Rettungsdienst und somatische Kliniken
  • Empfehlung zum Vorgehen nach Suizidversuchen

Mit der Posterkampagne sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Rettungsdienst und in den somatischen Kliniken für eine psychiatrische Vorstellung der Patientinnen und Patienten nach einem Suizidversuch sensibilisiert werden.

Wenn Sie kostenfrei Poster (im Format Din-A1) beziehen möchten, wenden Sie sich bitte per E-Mail an Frau Dr. Schlang (christiane.schlang@kgu.de) oder Frau Gebhardt (rebekka.gebhardt@kgu.de).

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Gerne kommen wir in Ihre Einrichtung, um Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Themen Suizidalität und Suizidprävention zu informieren. Wir richten uns dabei sowohl inhaltlich als auch zeitlich nach Ihren persönlichen Wünschen und Bedürfnissen.

Wenden Sie sich mit Anfragen bitte per E-Mail an Frau Dr. Schlang (christiane.schlang@kgu.de) oder Frau Gebhardt (rebekka.gebhardt@kgu.de).

Die wichtigsten Regeln zum Umgang mit Patientinnen und Patienten nach einem Suizidversuch haben wir hier für Sie zusammengestellt.

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